Kursziel:
Modul 6 vermittelt die grundlegenden Kenntnisse und Fertigkeiten zur konservativen Therapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen der Wirbelsäule. Die Teilnehmenden lernen, auf Basis vorliegender Befunde bewegungstherapeutische, manuelle und weichteilbezogene Maßnahmen für die Wirbelsäule indikationsgerecht auszuwählen und umzusetzen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der funktionellen Betrachtung der Wirbelsäule im Zusammenspiel mit Becken und Rumpf, der Anpassung der Therapie an Krankheitsphase, Entzündungsaktivität und strukturelle Veränderungen sowie auf der differenzierten Dosierung therapeutischer Maßnahmen im Sinne des Gelenkschutzes. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu verbessern und die Stabilität sowie Belastbarkeit der Wirbelsäule im Alltag zu fördern.
Modul 6 baut auf den Inhalten der Module 1, 4 und 5 auf und bildet eine zentrale Grundlage für weiterführende Module mit Schwerpunkt auf komplexen Beschwerdebildern und funktionellen Zusammenhängen.
Lernziel:
Nach Abschluss des Moduls sind die Teilnehmenden in der Lage,
– auf Grundlage vorliegender Befunde konservative Therapiekonzepte für entzündlich-rheumatische Erkrankungen der Wirbelsäule zu entwickeln,
– bewegungstherapeutische, manuelle und weichteilbezogene Maßnahmen für die Wirbelsäule indikationsgerecht auszuwählen und anzuwenden,
– therapeutische Maßnahmen an Krankheitsphase, Entzündungsaktivität und strukturelle Veränderungen der Wirbelsäule anzupassen,
– funktionelle Zusammenhänge zwischen Wirbelsäule, Becken und Rumpf in die Therapieplanung einzubeziehen,
–
Belastung, Dosierung und Übungsauswahl im Sinne des Gelenkschutzes sowie der langfristigen Stabilität zu steuern,
– Schmerzen zu reduzieren, Beweglichkeit und funktionelle Stabilität zu verbessern und die Alltagsbelastbarkeit der PatientInnen zu fördern,
–
therapeutische Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen und in einen langfristig orientierten Behandlungsplan einzuordnen.
Hintergrund:
Dkeit und funktionelle Stabilität zu verbessern und die Alltagsbelastbarkeit der PatientInnen zu fördern,
–
therapeutische Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen und in einen langfristig orientierten Behandlungsplan einzuordnen.
Hintergrund:
Die „Zertifizierten RheumatherapeutInnen der GmAR“ verfügen über ein fundiertes, evidenzbasiertes Wissen zu entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen. Sie besitzen ein tiefes Verständnis der Bio- und Pathomechanik der Gelenke und der Wirbelsäule, kennen medikamentöse und operative Therapieansätze und verfügen über Fertigkeiten in der indikationsbezogenen Hilfsmittelversorgung. Dieses Wissen befähigt sie, komplexe Krankheitsverläufe funktionell einzuordnen und geeignete therapeutische Maßnahmen zu beurteilen. Durch die Verbindung wissenschaftlicher Grundlagen mit klinischer Erfahrung tragen sie wesentlich zur interdisziplinären Qualität der rheumatologischen Versorgung bei.
Lehrplan:
Theoretische Inhalte:
– Grundlagen der konservativen Therapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen der Wirbelsäule
– Funktionelle Anatomie und Pathomechanik der Wirbelsäule bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen
– Bedeutung von Entzündungsaktivität, Krankheitsphase und strukturellen Veränderungen für die Therapieplanung
– Funktionelle Zusammenhänge zwischen Wirbelsäule, Becken und Rumpf
– Prinzipien der Bewegungstherapie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen der Wirbelsäule
– Manuelle und weichteilbezogene Therapieansätze im rheumatologischen Kontext
– Dosierung, Belastungssteuerung und Pausengestaltung im Therapieverlauf
– Gelenkschutz, Prävention von Fehlbelastungen und strukturellen Folgeschäden
– Typische therapeutische Fehler und deren Vermeidung
Praktische Inhalte:
– Umsetzung konservativer Therapiekonzepte an der Wirbelsäule
– Auswahl und Anwendung bewegungstherapeutischer Maßnahmen für Rumpf und Wirbelsäule
– Anwendung manueller und weichteilbezogener Techniken unter Berücksichtigung der Entzündungsaktivität
– Anpassung von Therapieintensität und Übungsauswahl an unterschiedliche Krankheitsstadien
– Praktische Übungssequenzen zur Verbesserung von Beweglichkeit, Stabilität und Belastbarkeit der Wirbelsäule
– Fallbeispiele zur Entwicklung individueller Therapie- und Übungsprogramme
– Reflexion therapeutischer Entscheidungen im Hinblick auf Alltag, Beruf und langfristige Belastbarkeit
Lehrmaterial:
Sie erhalten im ersten Modul das ausbildungsbegleitende Lehrbuch „Rheuma – Untersuchen und Behandeln entzündlich-rheumatischer Erkrankungen“ (Gruber & Donhauser-Gruber, Thieme).
DozentInnen:
Lehrteam GmAR
Das interdisziplinäre Lehrteam der GmAR vereint erfahrene TherapeutInnen, SpezialistInnen aus Orthopädie und Rheumatologie sowie DozentInnen mit langjähriger praktischer und wissenschaftlicher Expertise. Die Einbindung in ein breites fachliches Netzwerk stärkt die Qualität und Aktualität der Ausbildung.
Hinweise:
Die Weiterbildung „Zertifizierter Rheumatherapeut der GmAR“ umfasst zehn zweitägige Module (je 20 UE), die einzeln buchbar sind. Auch ohne das Ziel einer Zertifizierung können Sie gezielt einzelne Module wählen. Modul 1 bildet die Grundlage der gesamten Reihe und ist Voraussetzun