Kursziel:
Modul 4 vermittelt die grundlegenden Kenntnisse und Fertigkeiten zur konservativen Therapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen der oberen Extremität. Die Teilnehmenden lernen, auf Basis vorliegender Befunde bewegungstherapeutische, manuelle und weichteilbezogene Maßnahmen indikationsgerecht auszuwählen und umzusetzen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Anpassung der Therapie an Krankheitsphase, Entzündungsaktivität und Gelenkstadium sowie auf der differenzierten Dosierung therapeutischer Maßnahmen im Sinne des Gelenkschutzes. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, Funktionen zu verbessern und das Fortschreiten von Funktionsverlusten und Deformitäten zu vermeiden.
Modul 4 baut auf den Inhalten der Module 1-3 auf und bildet eine zentrale Grundlage für die weiterführenden therapeutischen Module der Ausbildung.
Lernziel:
Nach Abschluss des Moduls sind die Teilnehmenden in der Lage,
– auf Grundlage vorliegender Befunde konservative Therapiekonzepte für entzündlich-rheumatische Erkrankungen der oberen Extremität zu entwickeln,
– bewegungstherapeutische, manuelle und weichteilbezogene Maßnahmen indikationsgerecht auszuwählen und anzuwenden,
– therapeutische Maßnahmen an Krankheitsphase, Entzündungsaktivität und Gelenkstadium anzupassen,
– Belastung, Dosierung und Übungsauswahl im Sinne des Gelenkschutzes zu steuern,
– Schmerzen zu reduzieren, funktionelle Einschränkungen zu verbessern und das Risiko von Funktionsverlusten und Deformitäten zu minimieren,
– therapeutische Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen und in den Gesamtbehandlungsplan einzuordnen.
Hintergrund:
Die „Zertifizierten RheumatherapeutInnen der GmAR“ verfügen über ein fundiertes, evidenzbasiertes Wissen zu entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen. Sie besitzen ein tiefes Verständnis der Bio- und Pathomechanik der Gelenke und der Wirbelsäule, kennen medikamentöse und operative Therapieansätze und verfügen über Fertigkeiten in dankungen, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen. Sie besitzen ein tiefes Verständnis der Bio- und Pathomechanik der Gelenke und der Wirbelsäule, kennen medikamentöse und operative Therapieansätze und verfügen über Fertigkeiten in der indikationsbezogenen Hilfsmittelversorgung. Dieses Wissen befähigt sie, komplexe Krankheitsverläufe funktionell einzuordnen und geeignete therapeutische Maßnahmen zu beurteilen. Durch die Verbindung wissenschaftlicher Grundlagen mit klinischer Erfahrung tragen sie wesentlich zur interdisziplinären Qualität der rheumatologischen Versorgung bei.
Lehrplan:
Theoretische Inhalte
– Grundlagen der konservativen Therapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen der oberen Extremität
– Ableitung therapeutischer Maßnahmen aus vorliegenden Befunden
– Einfluss von Krankheitsphase, Entzündungsaktivität und Gelenkstadium auf die Therapieplanung
– Prinzipien der Bewegungstherapie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen
– Manuelle und weichteilbezogene Therapieansätze im rheumatologischen Kontext
– Dosierung, Belastungssteuerung und Pausengestaltung im Therapieverlauf
– Gelenkschutz, Prävention von Deformitäten und langfristige Funktionssicherung
– Typische therapeutische Fehler und deren Vermeidung
Praktische Inhalte:
–
Umsetzung konservativer Therapiekonzepte an Hand, Ellenbogen und Schulter
– Auswahl und Anwendung bewegungstherapeutischer Maßnahmen
–
Anwendung manueller und weichteilbezogener Techniken unter Berücksichtigung der Entzündungsaktivität
– Anpassung von Therapieintensität und Übungsauswahl an unterschiedliche Krankheitsstadien
– Praktische Übungssequenzen zur funktionellen Verbesserung der oberen Extremität
– Fallbeispiele zur Entwicklung und Diskussion individueller Therapiepläne
– Reflektion therapeutischer Entscheidungen im interdisziplinären Kontext
Lehrmaterial:
Sie erhalten im ersten Modul das ausbildungsbegleitende Lehrbuch „Rheuma – Untersuchen und Behandeln entzündlich-rheumatischer Erkrankungen“ (Gruber & Donhauser-Gruber, Thieme).
DozentInnen:
Lehrteam GmAR
Das interdisziplinäre Lehrteam der GmAR vereint erfahrene TherapeutInnen, SpezialistInnen aus Orthopädie und Rheumatologie sowie DozentInnen mit langjähriger praktischer und wissenschaftlicher Expertise. Die Einbindung in ein breites fachliches Netzwerk stärkt die Qualität und Aktualität der Ausbildung.
Hinweise:
Die Weiterbildung „Zertifizierter Rheumatherapeut der GmAR“ umfasst zehn zweitägige Module (je 20 UE), die einzeln buchbar sind. Auch ohne das Ziel einer Zertifizierung können Sie gezielt einzelne Module wählen. Modul 1 bildet die Grundlage der gesamten Reihe und ist Voraussetzung für alle weiteren Module, sofern nicht anders angegeben. In Modul 1 erhalten Sie zudem das ausbildungsbegleitende Lehrbuch.
Ergänzende Voraussetzungen:
Modul 3: zusätzlich Modul 2
Modul 6: zusätzlich Modul 4
Modul 8: zusätzlich Modul 6; Praxistag im RTZ Nürnberg
Modul 10: nur nach Abschluss aller Module 1-9; beinhaltet die Abschlussprüfungen