Kursziel:
Modul 3 vermittelt die grundlegenden Kenntnisse und Fertigkeiten zur strukturierten Befunderhebung und zur operativen Therapie der oberen Extremität bei PatientInnen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Die Teilnehmenden lernen, funktionelle Einschränkungen von Hand, Ellenbogen und Schulter systematisch zu untersuchen, zu dokumentieren und im Kontext rheumatischer Krankheitsverläufe einzuordnen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der funktionellen Analyse gelenkbezogener, muskulärer und faszialer Befunde sowie auf der Einordnung operativer Verfahren einschließlich prä-, peri- und postoperativer Nachbehandlung. Ziel ist es, auf Basis der Befunde einen indikationsgerechten Behandlungsplan im Sinne des Gelenkschutzes zu erstellen.Modul 3 baut auf den Inhalten der Module 1 und 2 auf und bildet eine zentrale Grundlage für die weiterführenden Module der Modulreihe.
Lernziel:
Nach Abschluss des Moduls sind die Teilnehmenden in der Lage,
–
eine strukturierte, systematische Befunderhebung der oberen Extremität bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen durchzuführen und in die Befunderhebungsbögen der GmAR zu dokumentieren,
– funktionelle Einschränkungen von Hand, Ellenbogen und Schulter differenziert zu erfassen und den entsprechenden Gelenkstadien zuzuordnen,
– gelenkbezogene, muskuläre und fasziale Befunde sicher zu unterscheiden und funktionell einzuordnen,
–
operative Verfahren an der oberen Extremität hinsichtlich Pathomechanik und therapeutischer Konsequenzen zu verstehen,
– prä-, peri- und postoperative Nachbehandlungskonzepte abzuleiten,
– auf Basis der Befunde Therapieempfehlungen und Behandlungspläne im Sinne des Gelenkschutzes zu erstellen.
Hintergrund:
Die „Zertifizierten RheumatherapeutInnen der GmAR“ verfügen über ein fundiertes, evidenzbasiertes Wissen zu entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen. Sie besitzen ein tiefes Verständnis der Bio- und Pathomechanik der Gelenke und den der GmAR“ verfügen über ein fundiertes, evidenzbasiertes Wissen zu entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen. Sie besitzen ein tiefes Verständnis der Bio- und Pathomechanik der Gelenke und der Wirbelsäule, kennen medikamentöse und operative Therapieansätze und verfügen über Fertigkeiten in der indikationsbezogenen Hilfsmittelversorgung. Dieses Wissen befähigt sie, komplexe Krankheitsverläufe funktionell einzuordnen und geeignete therapeutische Maßnahmen zu beurteilen. Durch die Verbindung wissenschaftlicher Grundlagen mit klinischer Erfahrung tragen sie wesentlich zur interdisziplinären Qualität der rheumatologischen Versorgung bei.
Lehrplan:
Theoretische Inhalte
– Grundlagen der strukturierten Befunderhebung bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen
– rheumaspezifische Besonderheiten der Befunderhebung an der oberen Extremität
– funktionelle Anatomie von Hand, Ellenbogen und Schulter im Untersuchungskontext
– Einordnung typischer Befundmuster bei entzündlich-rheumatischen Krankheitsverläufen
– Einführung in operative Verfahren an der oberen Extremität
– operative Therapiemöglichkeiten an Hand, Ellenbogen und Schulter
– Nachbehandlungskonzepte: prä-, peri- und postoperative Therapie
– Bedeutung von Gelenkschutz und Vermeidung von Deformitäten
Praktische Inhalte:
– strukturierte Befunderhebung von Hand, Ellenbogen und Schulter in Gruppen
–
Anwendung der Befunderhebungsbögen der GmAR
– Palpation relevanter Gelenk-, Muskel- und Faszienstrukturen
–
funktionelle Untersuchung und Einteilung in Gelenkstadien
– gemeinsame Befundanalyse und Ableitung von Therapieempfehlungen
–
Befunddemonstrationen am Patienten
– Diskussion typischer klinischer Fallbeispiele
Lehrmaterial:
Sie erhalten im ersten Modul das ausbildungsbegleitende Lehrbuch „Rheuma – Untersuchen und Behandeln entzündlich-rheumatischer Erkrankungen“ (Gruber & Donhauser-Gruber, Thieme).
DozentInnen:
Lehrteam GmAR
Das interdisziplinäre Lehrteam der GmAR vereint erfahrene TherapeutInnen, SpezialistInnen aus Orthopädie und Rheumatologie sowie DozentInnen mit langjähriger praktischer und wissenschaftlicher Expertise. Die Einbindung in ein breites fachliches Netzwerk stärkt die Qualität und Aktualität der Ausbildung.
Hinweise:
Die Weiterbildung „Zertifizierter Rheumatherapeut der GmAR“ umfasst zehn zweitägige Module (je 20 UE), die einzeln buchbar sind. Auch ohne das Ziel einer Zertifizierung können Sie gezielt einzelne Module wählen. Modul 1 bildet die Grundlage der gesamten Reihe und ist Voraussetzung für alle weiteren Module, sofern nicht anders angegeben. In Modul 1 erhalten Sie zudem das ausbildungsbegleitende Lehrbuch.
Ergänzende Voraussetzungen:
Modul 3: zusätzlich Modul 2
Modul 6: zusätzlich Modul 4
Modul 8: zusätzlich Modul 6; Praxistag im RTZ Nürnberg
Modul 10: nur nach Abschluss aller Module 1-9; beinhaltet die Abschlussprüfungen