Kursziel:
Der Infovortrag sensibilisiert für typische klinische Erscheinungsformen des CPPS und eröffnet eine neue therapeutische Perspektive auf PatientInnen mit komplexen, chronischen Schmerzsyndromen im Beckenbereich. Sie erhalten Impulse, CPPS als mögliche Ursache in Betracht zu ziehen, bekannte PatientInnen neu einzuordnen und erste Ansatzpunkte für eine gezielte Befunderhebung zu erkennen.
Lernziele:
Nach dem Vortrag sind Sie in der Lage:
– typische Symptomkonstellationen des Chronic Pelvic Pain Syndrome (CPPS) zu erkennen und von anderen Beschwerdebildern abzugrenzen,
– CPPS als mögliche Ursache chronischer, therapieresistenter Schmerzen im Beckenbereich in ihre klinischen Überlegungen einzubeziehen,
– bekannte PatientInnen aus der eigenen Praxis neu einzuordnen und deren Beschwerden vor einem erweiterten biopsychosomatischen Hintergrund zu betrachten,
– die Bedeutung einer hypertonen Beckenbodendysfunktion und der vegetativen Dysregulation im Zusammenhang mit CPPS zu verstehen,
– erste Ansatzpunkte für eine gezielte Befunderhebung und weitere diagnostische Abklärung zu erkennen.
Hintergrund:
Das Chronic Pelvic Pain Syndrome (CPPS) ist ein komplexes Beschwerdebild mit Schmerzen und/oder Funktionsstörungen in den Bereichen Urologie, Gynäkologie, Proktologie und Orthopädie. Nach Ausschluss spezifischer Erkrankungen zeigt sich häufig eine Kombination aus muskulären Dysfunktionen des Beckenbodens, vegetativer Dysregulation und Phänomenen der Schmerzchronifizierung. Eine erfolgreiche Behandlung erfordert ein multimodulares Vorgehen, das alle beteiligten somatischen und neurovegetativen Komponenten berücksichtigt. Der Kurs vermittelt die relevanten Grundlagen sowie ein praxisorientiertes Untersuchungskonzept und orientiert sich dabei am Behandlungsprogramm Chronic Pelvic Pain Syndrome (CPPS) – Die multimodulare Therapie nach Dr. Stolzenbach.
Lehrplan:
CPPS – was verbirgt sich hinter dem Begriff?
Typische Symptome und Beschwerdebilder aus der Praxis
Epidemit sich dabei am Behandlungsprogramm Chronic Pelvic Pain Syndrome (CPPS) – Die multimodulare Therapie nach Dr. Stolzenbach.
Lehrplan:
CPPS – was verbirgt sich hinter dem Begriff?
Typische Symptome und Beschwerdebilder aus der Praxis
Epidemiologie: wie häufig CPPS tatsächlich ist
Warum CPPS oft nicht erkannt wird
Zentrale Rolle der hypertonen Beckenbodendysfunktion und der vegetativen Dysregulation
Überblick über das multimodulare Behandlungskonzept
Warum erfahrene PhysiotherapeutInnen eine Schlüsselrolle in der Behandlung spielen
Klinische Erfahrungen: von deutlicher Besserung bis Beschwerdefreiheit
Lehrmaterial:
Live-Online-Vortrag (Zoom) mit freiem Vortrag der Referenten. Kurze, strukturierende Folien unterstützen die Inhalte, der Fokus liegt auf praxisnaher Darstellung und klinischen Beispielen.
DozentInnen:
Dr. med. Volker Stolzenbach
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerztherapie und Manuelle Medizin. Seit vielen Jahren spezialisiert auf chronische Schmerzen des Bewegungsapparats und seit 2019 mit besonderem Schwerpunkt auf das Chronische Beckenschmerzsyndrom (CPPS). Entwickler des Behandlungsprogramms Chronic Pelvic Pain Syndrome (CPPS) – Die multimodulare Therapie nach Dr. Stolzenbach, Co-Kursleiter und Referent auf nationalen und internationalen Veranstaltungen.
Katrin Franke
Physiotherapeutin (seit 1988), Praxisinhaberin mit Spezialisierung auf Beckenbodentherapie, CMD und myofasziale Schmerzsyndrome. Langjährige Dozentin, fachliche Autorin und Referentin auf Kongressen sowie aktives Mitglied in Facharbeitskreisen. Co-Entwicklerin des CPPS-Kurses.