Kursziel:
Die TeilnehmerInnen lernen, chronische Beckenbodenschmerzen (CPPS) sicher zu erkennen und in Grundzügen nach dem multimodularen Behandlungskonzept zu behandeln. Sie erhalten ein fundiertes Verständnis für die somatischen, vegetativen und zentralen Komponenten des CPPS und erwerben Kompetenzen zur strukturierten Befunderhebung sowie zur praktischen Behandlung der relevanten Strukturen der Beckenregion.
Lernziele:
Nach dem Kurs sind die Teilnehmenden in der Lage:
– die Epidemiologie, Entstehung und Symptomatik des CPPS einzuordnen
– akute, chronische und chronifizierte Schmerzen zu unterscheiden
– vegetative Dysregulation sowie zentrale und periphere Sensibilisierungsmechanismen zu erkennen
– die Anatomie der Beckenregion in Bezug auf CPPS-Beschwerden funktionell zu verstehen
– eine strukturierte Anamnese und klinische Untersuchung bei CPPS durchzuführen
– beteiligte Muskeln, Tonusveränderungen, Verkürzungen und Triggerpunkte sicher zu palpieren und zu beurteilen
– grundlegende Techniken zur Behandlung der betroffenen Strukturen praktisch umzusetzen
Hintergrund:
Das Chronic Pelvic Pain Syndrome (CPPS) ist ein komplexes Beschwerdebild mit Schmerzen und/oder Funktionsstörungen in den Bereichen Urologie, Gynäkologie, Proktologie und Orthopädie. Nach Ausschluss spezifischer Erkrankungen zeigt sich häufig eine Kombination aus muskulären Dysfunktionen des Beckenbodens, vegetativer Dysregulation und Phänomenen der Schmerzchronifizierung. Eine erfolgreiche Behandlung erfordert ein multimodulares Vorgehen, das alle beteiligten somatischen und neurovegetativen Komponenten berücksichtigt. Der Kurs vermittelt die relevanten Grundlagen sowie ein praxisorientiertes Untersuchungskonzept.
Lehrplan: Verhältnis Theorie/Praxis: 50 % / 50 %
Theoretische Inhalte:
– Epidemiologie des CPPS
.- Ursachen und Entstehungsmechanismen
– akute, chronische und chronifizierte Schmerzen
– vegetative Dysregulation
– zentrale und periphere Sensibilisierung
– funktionelle Anatomie und Pathophysio0 %
Theoretische Inhalte:
– Epidemiologie des CPPS
.- Ursachen und Entstehungsmechanismen
– akute, chronische und chronifizierte Schmerzen
– vegetative Dysregulation
– zentrale und periphere Sensibilisierung
– funktionelle Anatomie und Pathophysiologie der Beckenregion
Praktische Inhalte:
– systematische Anamnese und Befunderhebung
– Palpation der beteiligten Muskeln und Strukturen
– Beurteilung von Tonus, Triggerpunkten und Verkürzungen
– praktische Übungen zu manualtherapeutischen Grundgriffen
– Einblick in die multimodulare Behandlungsstrategie
Lehrmaterial:
Vorträge und ergänzende Materialien werden als PDF bereitgestellt. Das Skript wird digital zur Verfügung gestellt.
DozentInnen:
Dr. med. Volker Stolzenbach
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerztherapie und Manuelle Medizin. Seit vielen Jahren spezialisiert auf chronische Schmerzen des Bewegungsapparats und seit 2019 mit besonderem Schwerpunkt auf das Chronische Beckenschmerzsyndrom (CPPS). Co-Kursleiter und Referent auf nationalen und internationalen Veranstaltungen.
Katrin Franke
Physiotherapeutin (seit 1988), Praxisinhaberin mit Spezialisierung auf Beckenbodentherapie, CMD und myofasziale Schmerzsyndrome. Langjährige Dozentin, fachliche Autorin und Referentin auf Kongressen sowie aktives Mitglied in Facharbeitskreisen. Co-Entwicklerin des CPPS-Kurses.